Löcker Verlag

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Bernhard Kuschey (Hg.) - Ernst Federn

Bild: Bernhard Kuschey (Hg.) - Ernst Federn (Zur Vergrößerung anklicken)
Artikelnummer: 978-3-85409-626-9
Broschur

Beschreibung

Bernhard Kuschey (Hg.)
Ernst Federn
Sozialismus, KZ, Psychoanalyse und Sozialarbeit
Zur Geschichte der Sozialarbeit und Sozialarbeitsforschung Band 2
Hg. von Karl Fallend und Klaus Posch

Ernst Federn (1914-2007) entstammte der Kultur des assimilierten Wiener Judentums. Seine Eltern waren Ärzte, Pädagogen, Sozialisten und unter den ersten Schülern und Weggefährten Sigmund Freuds. Die Eindrücke des Kindes und Jugendlichen Ernst Federn, waren mitverantwortlich dafür, dass er Jahrzehnte später die psychoanalytische Sozialarbeit zu seinem Arbeitsfeld erkor.

Ernst Federns Jugend ist einerseits geprägt vom »Roten Wien« und andererseits vom aggressiven An- und Durchgriff der Faschismen. Nach der Niederlage der Sozialdemokratie 1933/34 radikalisierte sich der Jugendliche. Ernst Federn wählte in der Illegalität die trotzkistische Option, auch weil er damit nicht völlig mit der »Mutter« Sozialdemokratie brechen musste.
Das austrofaschistische Regime inhaftierte ihn für ein Jahr, schloss ihn vom Studium aus, und am 14. März 1938 wurde er von den Nazis gefangen genommen. Ernst Federn hatte die gesamte »österreichische« NS-Zeit im KZ Dachau und Buchenwald verbracht. Nach seiner Befreiung kehrte Federn nicht nach Wien zurück, sondern ging nach Brüssel, wo er seine Frau nach zehn Jahren wieder sehen konnte. Beide folgten 1949 seinen Eltern nach New York, die 1938 in die USA emigrieren konnten. In New York wurde Ernst Federn Sozialarbeiter und Historiker der Psychoanalyse. In der Ära Kreisky konnten Ernst und Hilde Federn nach Österreich zurückkehren, wo er als Sozialpsychologe in Gefängnissen die Humanisierung des Strafvollzugs prägte. Gleichzeitig unterstützte er europaweit wiedererstandene Pionierprojekte der psychoanalytischen Sozialarbeit und Forschungen zur Geschichte der Psychoanalyse und ihrer Anwendungen.

Originalbeiträge von Ernst Federn, eine Einführung in die Biographie und in den Arbeitsansatz Ernst Federns (mit vielen Fotos); eine umfassende Bibliographie seiner Schriften und eine Zusammenstellung der wichtigsten Sekundärliteratur, machen diesen Band zu einer gelungenen Einführung in das Leben und Werk Ernst Federns.

Bernhard Kuschey, 1955 in Klagenfurt/Celovec geboren, ist Historiker und Lehrer in Wien. Publikationen u. a.: Die Ausnahme des Überlebens. Ernst und Hilde Federn. Eine biographische Studie und eine Analyse der Binnenstrukturen des Konzentrationslagers, 2 Bände. Gießen, 2003; Die Wodaks. Exil und Rückkehr. Eine Doppelbiografie. Jüdische Linke – Wissenschaft und Politik im englischen Exil – Diplomatie für Österreich. Wien, 2008. Momentan arbeitet er an einem biographischen Projekt über die Familien von Otto Heinz und Grete Heinz-Unger, die vor den Nazis nach Kalifornien fliehen mussten.

12,5 x 20,5 cm
Broschur
Ca.180 Seiten, zahlreiche Abbildungen
€ 19,80
ISBN 978-3-85409-626-9


 


19.80 Euro

inkl. UST (10%)
(exkl. UST 18.00)