Löcker Verlag

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sinnhaft – Strategien des Entziehens

Bild: sinnhaft – Strategien des Entziehens (Zur Vergrößerung anklicken)
Artikelnummer: 978-3-85409-536-1
Broschur

Beschreibung

Strategien des Entziehens

sinnhaft. Journal für Kulturstudien Nr. 22

Die Wahrnehmung von Handlungsspielräumen steht aktuell häufig unter dem Eindruck einer »Restlosigkeit« (Markus Krajewski), eines Mangels an »anderen« Orten und Handlungsalternativen. Das gilt nicht nur für individuelle Lebensentwürfe, sondern auch für politisches, ökonomisches und ökologisches Handeln. Die diffuse Vermutung, dass alles mit allem zusammenhängt, das nicht zuletzt durch die globale Finanzkrise reaktiviert wurde, verstärkt diese Wahrnehmung.
Klassische Formen von Utopien scheinen ausgeschöpft, residuelle Orte und gesellschaftliche Nischen werden zunehmend enger und rarer. Denn wo sollte in Zeiten der »Restlosigkeit« ein halbwegs beständiger Nicht-Ort sein? Strategien der Subversion werden zudem, kaum dass neue Formen erfunden sind, zu Marketingstrategien: Die Störung - einst Hoffnungsträgerin der Marxschen Maschinenstürmer - ist Teil des Systems und die weltumspannende Vernetzung - einst kommunikative Utopie - ist längst neoliberaler Zwang. Der wenig produktive Rückzug ins Private als Antwort auf repressive politische Systeme ist bekannt, aber welche Funktion hat der Entzug der Produktivkraft - von der Äußerung der »freie Meinung« über die Arbeitsanstellung und -leistung bis hin zur Reproduktion - in einem liberalen, demokratischen Gefüge? Anders gefragt: Bietet die gegenwärtige (post)bürgerliche Welt tatsächlich so viele Optionen, dass sie zu institutionellem Opportunismus und Biedermeier verführt? Wo und inwieweit ist es möglich, sich dieser Art der Regulierung zu entziehen? Und wie steht es mit dem Sich-Entziehen seitens des Staates und der Wirtschaft?

21 x 21 cm
Broschur
120 Seiten, ca. 30 s/w Abb.
€ 15,-
ISBN 978-3-85409-536-1


 


15.00 Euro

inkl. UST (10%)
(exkl. UST 13.64)