Hrsg.

Von der GESTAPO gehetzt

Auf der Flucht durch Norwegens Fjorde

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ISBN: 978-3-85409-526-2

250 Seiten

12,5 x 20,5 cm

Broschur

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 19,80

Beschreibung

Das Tagebuch des Kommunisten Hans Laab.

Am Anfang war ein bis heute nicht geklärter Polizistenmord. In Klagenfurt am 1.August 1931 fällt der Wachebeamte Bartoicek im Kampf gegen eine kommunistische Arbeiterdemonstration durch Pistolenschüsse. Der damals 31 jährige Johann Laab, von der Staatsanwaltschaft als einer der Urheber dieser Unruhen verfolgt, flieht. Nach einem Jahr in der Sowjetunion kehrt er nach Österreich zurück und setzt seine politische Arbeit in Kärnten fort. Winter 1935: Der Polizei gelingt es, mit einer Verhaftungswelle die Kommunistische Partei Kärntens zu zerschlagen. Johann Laab wird zu 14 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung flieht er 1937 über die Tschechoslowakei, Polen und Schweden nach Norwegen. In Stavanger trifft er auf den Steirer Raimund Huber. Ebenfalls kommunistischer Funktionär, 1935 verhaftet, gelingt ihm im selben Jahr noch die Flucht aus dem Anhaltelager Messendorf. 1937 neuerlich verhaftet, schafft er es vor dem Einmarsch der Hitler-Armee noch zu entkommen. Laab und Huber gehen in Stavanger einer geregelten Tätigkeit nach und leben ein bescheidenes Flüchtlingsdasein, bis die Nazitruppen auch Norwegen besetzen. Die beiden Österreicher flüchten in die Illegalität und überleben, gehetzt von der GESTAPO, unterstützt von antifaschistischen Norwegern 883 Tage in den Fjorden von Norwegen. Nach dem Krieg, wieder in Kärnten, schreibt Hans Laab die Flucht in Form eines Tagebuches nieder. Es wird ein Politkrimi über den anderen – von den Nazis so emotional propagierten – Kampf an der Eismeerfront.

Georg Tidl geboren 1948 in Wien, studierte Psychologie, Germanistik und Zeitgeschichte; er arbeitet als Journalist im Österreichischen Rundfunk. Zahlreiche Fernsehdokumentationen und Features zu Themen der Zeitgeschichte, Beiträge in Zeitschriften, Gestaltung von Ausstellungen. Buchveröffentlichungen u. a.: »Die sozialistischen Mittelschüler Österreichs 1918–33«, »Die Frau im Nationalsozialismus«, »Streuzettel – Illegale Propaganda in Österreich 1933–1938«. Im März 2009 Verleihung des Berufstitels »Professor.«

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