Ausgesetzt auf Worten

Nachdenken über Rainer Maria Rilke – Essays

Erschienen: 2026

ISBN: 978-3-99098-254-9

232 Seiten

20,5 x 12,5 cm

Broschur

 22,00

Beschreibung

Doppelt ist der Anlass, über Rilke, sein Werk, seine Persönlichkeit und Nachwirkung neu nachzudenken: 2025 und 1926 sein hundertster Geburts- und Todestag.

Auch wenn es dafür eigentlich keiner kalendarischen Anstöße bedarf, so zeigt doch die Flut der Veröffentlichungen über Rilke allein in diesen beiden Jahren, wie gegenwärtig dieser Dichter der Dichter nach wie vor ist. Somit gilt es, sich selbstkritisch zu fragen, ob und wie eine weitere Buchveröffentlichung zu Rilke zu rechtfertigen sei: dadurch, dass in Ausgesetzt auf Worten noch einmal das facettenreiche sprachkünstlerische Werk im Mittelpunkt steht, das in der deutschen Sprache nicht seinesgleichen kennt. Hinzu kommen persönliche Reflexionen, Blicke auf inhaltliche und biographische Zusammenhänge sowie eine kritische Bilanzierung der wertvollen Beiträge, die beide Jahre für das Verständnis Rilkes reichlich geliefert haben.
Der Titel spielt an auf Rilkes Gedicht „Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens“, einen markanten Gefühlsort, für den er wie für jeden anderen, den er aufsuchte oder aufsuchen musste, die ihm gemäße Sprache fand. Was daraus zu lernen ist? Dass wir uns ins zerklüftet Offene aussetzen mit dem, was wir sagen und wie wir es sagen.

Rüdiger Görner, geb. 1957 in Rottweil am Neckar, Schriftsteller und Kritiker, Gründer des Ingeborg Bachmann Centre for Austrian Literature und des Centre for Anglo-German Cultural Relations lebt seit seiner Emeritierung als Professor für Neuere deutsche und vergleichende Literatur an der Queen Mary University of London 2013 in Bad Honnef bei Bonn. Rüdiger Görner ist Träger des Deutschen Sprachpreises (2012) und des Reimar Lüst-Preises der Alexander-von-Humboldt-Stiftung für sein Lebenswerk (2015).

 

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