Dieser neue Roman von Ruth Aspöck erzählt die Geschichte einer Frau, Hermine, die aus einer österr. Kleinstadt kommt und dort viele Jahre als Bankangestellte gelebt hat, mit dem vagen Traum, einmal nach Wien zu ziehen und dort zu leben. Sie ist keine laute Kämpferin für eine gute Sache, etwas ungesellig, lebt vor allem für ihren engen Umkreis. Die Beziehung zu einem Künstler, Ferdinand, verteidigt sie aber vor der Familie.
Durch eine unerwartete Erbschaft hat Hermine die Chance, nach Wien zu ziehen und ihr Leben zu verändern. Das macht sie und erlebt Wien neugierig wie eine völlig Fremde, als eine von Aussen kommende Besucherin.
Hermines Wunsch, Gastronomin zu werden, macht sie mit dieser Branche gut bekannt. Letztlich schreckt sie aber von diesem Vorhaben zurück. Nach einigen Jahren in Wien kehrt sie in die Kleinstadt zurück, wo sie und ihr älterer Bruder ein Geschäft für lokale Lebensmittel und Alltagswaren eröffnen.
Die letztlich missglückte Liebesgeschichte begann in der Kleinstadt und setzt sich in Wien fort.
All diese Geschehnisse führen zu Reflexionen über Armut und Reichtum in einer Großstadt und darüber, ob die tradierten Lebensentwürfe die richtigen sind.
Ruth Aspöck, geboren in Salzburg, aufgewachsen in Linz/Donau; Studium in Wien und Madrid. Um Forschungsarbeiten durchzuführen, war sie lange in Kuba, Mexiko und Paris. Sie war Lehrbeauftragte an den Universitäten Graz, Klagenfurt und Wien, später leitete sie einen Literaturverlag. Als Autorin publiziert sie seit Beginn der 1980er-Jahre und war lange Vizepräsidentin der GAV (Grazer Autoren Autorinnenversammlung).













