Die Qualitäten von Schnitzlers Reigen liegen
in den trefflichen Dialogen,
die so deutlich jene sexuelle Heuchelei
der Gesellschaft seiner Zeit entlarven,
die den Sex in der Ehe zwar hochhält,
ihn –katholengetreu- außerhalb einer Ehe
aber als schwere Sünde sieht,
zugleich aber von ihm fasziniert ist.
Manche Bücher sollten nicht nur mehrmals im Leben gelesen werden, weil sie uns in jeder Lebensphase etwas zu sagen haben – sie sollten auch mehrmals geschrieben werden: Nicht unbedingt von jeder Generation, aber doch alle paar hundert Jahre zumindest.
Es war dann eine französische Germanistin, die –aus Interesse an österreichischer Literatur – nach Wien zog und Alfred Zellinger zur neuen Lektüre von Schnitzler inspirierte, was letztlich zum Entschluss führte: Schnitzlers REIGEN soll neu geschrieben werden! Nun denn!
ALFRED ZELLINGER, geb. 1945, lebt als Schriftsteller in Wien und Gmunden. Er arbeitete für Konzerne wie Unilever und Procter & Gamble, war Marketingleiter bei Philips, Professor an der Kunstuniversität Linz, Werbechef und Direktor der Bawag-PSK und CEO der Klaviermanufaktur Bösendorfer. Zuletzt erschienen in der im Löcker Verlag: Flaneur an Europas Küsten.







